IXS European Cup Leogang 2011

Photographer: Fraction Photography – Vielen Dank an Hanno Polomsky.

Was für ein Rennen! So eine zerbombte Strecke bin ich lange nicht mehr gefahren. Regen und Sturm ohne Ende – auf dem Berg sogar eine geschlossene Schneedecke – kam die Sonne raus, gab selbst das T-Shirt zu viel wärme. Wahnsinn.

Die Strecke eine Woche zuvor vom World Cup hatte nix mehr mit der Strecke vom European Cup zu tun. Obwohl sie gleich abgesteckt war und es zum World Cup auch regnete. Der Unterschied ist der, das die World Cup Fahrer eine Spur fahren die zwar tief wird aber immerhin einen in der Spur hält. Beim European Cup gibt´s zu viel Fahrer die genau diese Spur breit fahren und zu viel Bremsen. So gab es nach allen Absätzen ein super tiefes Loch.

Am Freitagmittag war Training – die Sonne schien sogar. Da ich aber die Strecke noch vom World Cup kannte und es ab Samstag eh regnen sollte habe ich keinen Trainingslauf gemacht um Kraft zu sparen.

Samstagmorgen ging es dann für mich los. Regenreifen waren natürlich installiert und die Regenkombi auch. Ich hatte echt Schwierigkeiten einen guten Rhythmus zu finden. Der Dreck war super klebrig und hatte den Antrieb so zugesetzt das die Kette beim Versuch zu treten übersprang. Wer Leogang kennt, weis das man doch oft treten muss. Naja, alle hatten ja das selbe Leid zu tragen. Nachmittags 17:05Uhr sollte dann mein Qualilauf sein. Ab ca. 16Uhr kam dann das erwartete Unwetter an und es regnete wie aus Eimern und der Sturm hatte sogar das Zelt vom Start weggeblasen. So wurde die Qualifikation abgebrochen und auf Sonntagmorgen 10:30Uhr verlegt.

Sonntag. 7Uhr klingelte mein Wecker. 8Uhr nochmal =) Dann ging das Training los für einen Lauf. Mit Hanno von Fraction Photography konnte ich noch ein Paar super Bilder schießen. Kurz vor halb 12 war mein Qualilauf. Der war so Grotten schlecht das ich mein Zeug zusammen packen wollte und den Weg nach Hause antreten wollt. Ich hing auf dem Fahrrad wie ein Schluck Wasser. Mit einem Sturz und unzähligen “Stehern” hatte mir jegliche Motivation für alles gefehlt. Marcus hatte mir noch mal ins Gewissen geredet und mich überzeugen können doch besser anzutreten und nicht vor einem “schlechten” Resultat wegzurennen. Danke dafür! Der Finallauf war zwar um einiges besser und so ging ich mit Platz 39 nach Hause.